Unsere „Stunde der Wintervögel“

Zu einer Ferienaktion ganz anderen Art konnte ich unsere Jungs überreden. Mittlerweile zum Achten Mal rufen NABU und LBV zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Alles Wissenswerte über diese Aktion findet ihr hier auf deren Homepage.

Dort habe ich uns einen Zählbogen mit den am häufigsten vorkommenden Wintervögeln ausgedruckt. Zudem gibt es Bestimmungshilfen und Steckbriefe vieler Vogelarten. Den Beobachtungsort habe ich auf den Bereich, der aus unserem Esszimmerfenster einsehbar ist, beschränkt. Genauer gesagt auf unseren Gemüsegarten und die angrenzende Bepflanzung. Schon am Vortag startete ich eine kleinen Testlauf, um einen möglichst günstigen Beobachtungszeitraum festzulegen. Nichts wäre frustrierender als eine Stunde am Fenster zu sitzen und lediglich ein paar Vögel am fernen Horizont vorbeiziehen zu sehen. Nein, so hätte ich die Jungs nicht bei der Stange halten können.

Wir verabredeten uns also am Samstag um 9.00 Uhr am Fenster. Das schöne Wetter weckte bei vielen Vogelarten nicht nur einen guten Appetit, sondern bereits die ersten Frühlingsgefühle. Nach den vielen Regentagen waren sie sehr aufgeregt unterwegs und lieferten uns ein spannendes Vormittagsprogramm.

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Unsere Liste füllte sich schnell. Insgesamt 14 verschiedene Arten haben wir erkannt. Lediglich ein Exemplar konnten wir nicht eindeutig zuordnen und haben es darum kurzerhand weggelassen. Von manchen Vögeln konnte ich sogar ein Foto erhaschen, wenn auch teilweise von minderer Qualität.

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Kohlmeisen gingen in unserem Vogelhäuschen fleißig ein und aus…

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…auch die Blaumeisen fanden sich ein…

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…große Aufregung gab es, als wir zwei Kleiber erkannten (leider ist auf dem Foto sein hellroter Latz und Bauch nicht gut zu erkennen)…

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…Punkt 10.00 Uhr hatte ein Gimpel (=Dompfaff) seinen Auftritt. (Auch hier hat mein Fotoapparat die dunkelrote Gefiederfarbe unterschlagen)…

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…riesig gefreut habe ich mich, als ich mein geliebtes Rotkehlchen entdeckte. Es hat etwas abseits dem Geschehen zu geschaut….

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…Männchen und Weibchen….so unterschiedlich (wie z.B. hier bei diesen Amseln).

Gezählt werden sollte die höchste Anzahl einer Art, die gleichzeitig zu sehen ist, um Doppelzählung zu vermeiden. Wenn man z.B. 4 Kohlmeisen gleichzeitig sieht und später noch einmal 2, dann werden trotzdem nur 4 Kreuze in der Liste gemacht.

Insgesamt können wir nun die Beobachtung von 4 Kohlmeisen, 2 Blaumeisen, 2 Feldsperlingen, 6 Amseln, 1 Grünfink, 2 Buchfinken, 1 Rotkehlchen, 1 Buntspecht, 2 Kleibern, 2 Elstern, 1 Eichelhäher, 2 Graureihern, 2 Saatkrähen und 1 Gimpel melden.

Wer nun Lust bekommen hat, die Aktion läuft noch heute. Jeder kann mitmachen, sich einen Beobachtungspunkt suchen und fleißig zählen. Die Ergebnisse sollten bis spätestens 15. Januar übermittelt sein. Je mehr Daten eingehen, desto repräsentativer ist die Auswertung, die evtl. Veränderungen in der Vogelwelt aufzeigen soll.

Wem diese Aktion zu kurzfristig ist, der NABU ruft am zweiten Maiwochenende zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Diese hat 2017 fast 61 000 Naturfreunde mobilisiert und wird dieses Jahr bereits zum 14. Mal ausgerufen. Vielleicht seid ihr ja im Frühling mit dabei!

Einen guten Start in die neue Woche

Eure Manuela


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