wortSchätze #3

Advent

(Adventsgedicht, Autor: Elvira Strömmer, 2008)

Draußen ist es dunkel,
draußen ist es kalt,
oh, komm doch bald, Herr Jesus,
ach, komme bitte bald!

Lass uns nicht länger warten
und nicht im Dunklen stehn!
Wir warten auf dein Kommen,
wir wollen dich, Herr, sehn.

Drinnen in dem Zimmer
scheint hell der Kerzen Schein,
ihr warmer, heller Schimmer
lässt ganz getrost uns sein.

Die erste Kerze „Hoffnung“,
sie bringt uns Zuversicht.
Sie leuchtet hell und kraftvoll,
spricht: „Fürchtet euch doch nicht!“

Die zweite Kerze „Frieden“,
bringt Ruh’ in unser Herz.
Sie nimmt uns unsre Trauer
und lindert unsern Schmerz.

Die dritte Kerze „Liebe“,
sie nimmt sich unser an.
Sie lässt uns, Herr, erkennen,
was du für uns getan.

Die vierte Kerze „Glauben“,
sie bringt uns neuen Mut,
sie weist, Herr, auf dein Kommen,
ja, es wird alles gut.

Advent, heißt für uns Ankunft,
ja, wen erwarten wir?
Wir warten auf dein Kommen,
wir sehnen uns nach dir.


Heute ist der 1. Advent. Zeit sich ein paar Gedanken über die Adventszeit zu machen.

Advent heißt Ankunft. Aber wen erwarten wir?

Erwarten wir überhaupt JEMANDEN oder erwarten wir eher ETWAS? Erwarten wir z.B. dass alle Besorgungen rechtzeitig gemacht werden können, es keinen Streit gibt; nicht in der Familie und auch nicht mit anderen, sich die Kinder über die Geschenke freuen werden bzw. einem noch passenden Geschenkideen ereilen, etwas Ruhe einkehrt, man das leckere Plätzchenrezept vom letzten Jahr wiederfindet, man die Sendung mit den schönsten Christmassongs nicht verpasst, das „Weihnachtsgefühl“ aufkommt….

Oder meint man, dass es sowieso keine weiße Weihnacht gibt, die Gäste sich verspäten, das Essen anbrennt, der Baum ein scheußliches Monstrum ist, die Erwartungen viel zu hoch sind, man auf Plätzchen allergisch reagiert, eh zuviel Glühwein getrunken wird, man sich durch öde Weihnachtsfeiern schleppen muss….

Ich muss zugeben, ich gehöre zu den Menschen, die zu Weihnachten eher ETWAS erwarten, aber die immerhin diesem JEMAND auf der Spur sind. Diese veränderte Sicht- oder Herangehensweise in dieser besonderen Zeit tut unsagbar gut, denn plötzlich ist dieses ETWAS nicht mehr so dominant. Die Erwartungen erdrücken nicht mehr. Es stellt sich ein Gefühl der Vorfreude, der Ehrfurcht und Dankbarkeit ein. Nicht jeden Tag, aber immer wieder. Probiert es doch auch einfach mal aus!

Ich wünsche Euch viele, schöne Adventsgefühle und -gedanken

Eure Manuela

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